Wai-O-Tapu: Zu Besuch in Teufels Küche

Eine außerirdisch wirkende Landschaft, intensive Gerüche und viele bunte Farben erwarteten uns im geothermischen Wunderland “Wai-O-Tapu” (Sacred Waters) – eine einzigartige vulkanische Zone!

Der Abend mit den Glühwürmchen “in freier Wildbahn” wirkte am Morgen des nächsten Tages noch nach. Wir entschieden, dieses Erlebnis gut in Erinnerungen zu behalten und nicht mehr in die eher touristische “Waitomo Glowworm Cave” zu gehen. Um 10 Uhr morgens war Check-out und wir nutzen noch einmal die Vorzüge des TOP 10 Holiday Parks: Frühstück auf der Sonnenterrasse, Wasser auffüllen, Deposit los werden. Danach ging es in Richtung Osten nach Rotorua, der Region in Neuseeland, die für ihre geothermale Aktivität bekannt ist. Wir wollten den Fokus eher auf die natürlichen Thermen, Mud Pools und andere abgefahrene Naturschauspiele legen

und weniger die maorische Kultur kennen lernen und gaben das “Wai-O-Tapu Thermal Wonderland” ins Navi ein. Die Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, da ich gefahren bin waren wir auch recht fix im Rotorua District. Die Landschaft ist hier eher Gelb: Raps, Schwefelgas und immer wieder dampfende Löcher und Seen am Wegesrand. Am “Wai-o-Tapu Thermal Wonderland” angekommen haben wir uns in der Picknick Area erst einmal unsere Nudeln mit Tomatensauce und viel Käse schmecken lassen. Ein wenig Rumlümmeln war auch noch drin ehe wir gegen 15 Uhr ins geothermale Wunderland gingen.

Dort gibt es drei Walking Trails, die zwischen 30 und 75 Minuten insgesamt an Zeit in Anspruch nehmen. Natürlich haben wir uns nicht lumpen lassen und haben alle drei Wege erkundet. Was gibt es hier zu sehen:

  • Krater aus denen gelbe Schwefeldämpfe empor kamen
  • Grüne und rote Seen mit malerischen Namen wie “Artist’s Palette”, “Devils Pool” oder “Champagne Pool”
  • Blubbernde Matschpampe (“mud pools”)
  • Beige Flüsschen und Rinnsale
  • Kochende Wasserlöcher und Dampfschwaden (über 100° Grad Celsius)

Bloß gut, dass die Kamera keine Gerüche mit aufnehmen kann! Je näher wir uns an die Krater und Löcher trauten, desto intensiver der Geruch nach faulen Eiern. Manchmal standen wir auch einfach nur im stinkenden Dampf und fühlte uns selbst wie so ein Ei, das gegart wird. Die Maori nutzen die die heißen Quellen noch heute zum Kochen… Naja, man scheint sich an alles zu gewöhnen, anscheinend auch an Schwefelgeruch. Sehr beeindruckend was da alles so unter der Oberfläche vor sich hin köchelt und in welchem Farben die Chemiesuppe leuchtet. Hauptmotiv war für uns der “Champagner Pool”, aus dem lauter kleiner Luftbläschen empor steigen, die dezent bitzeln.

Wie Champagne eben… Gut, es ist ein über 175° heißer Champagner, der rot, gelb und grünlich erscheint und so stark dampft, dass die meisten Touris angewidert direkt drum herum huschen, um nicht im Wind zu stehen (die chinesischen Reisegruppen boten ein lustiges Schauspiel). Aber auch die neon-grün leuchtenden Seen, die aussehen wir ein frisch eingelassenes Erkältungsbad, wirken surreal in der beeindruckenden Landschaft. Nach fast 2,25 Stunden gemütlichem Laufen, intensivem Schnüffeln und neuartigen Anblicken kamen wir als zwei der letzten Besucher zurück zum Visitor Center. Dort räumte man schon auf und wir machten uns gegen 17:30 Uhr auf nach Taupo, um eine Nacht “wild” zu campen – direkt am Lake Taupo.

Bewertung

Die Landschaft ist wirklich einzigartig und sicher einen Besuch wert. Viele absurde und farbenfrohe Formationen beeindrucken! Der Schwefelgeruch sollte einen nicht davon abhalten, den Park zu besuchen – er gehört einfach dazu. Wer sich für geothermale Wunder nicht begeistern kann sollte vielleicht eher die Maori-Dörfer in der Gegend besuchen.

Fakten

Bei gutem Wetter unbedingt guten Sonnenschutz einpacken, da es wenig schattige Plätze gibt. Die Trails kann man mit normalem Schuhwerk bewandern und wenn man nicht alles anschauen will, wählt man einfach die kurzen Route aus. Achtung, es gibt nur am Eingang Toiletten.

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